Der Anchor-Text (deutsch: „Ankertext" oder „Linktext") ist der sichtbare Text eines Hyperlinks — also das, was du anklickst, um auf eine andere Seite zu gelangen. Im HTML: <a href="/leistungen">Meine Leistungen</a> — hier ist „Meine Leistungen" der Anchor-Text. Er ist eines der wichtigsten Signale, mit dem Google versteht, worum es auf der verlinkten Seite geht.
Arten von Anchor-Texten
Es gibt mehrere Typen: Exact-Match („Webdesign München") nutzt das Ziel-Keyword wörtlich. Partial-Match („Webdesign in München erleben") enthält das Keyword in einem Satz. Branded („DOSIGNY") nennt nur den Markennamen. Generic („hier klicken", „mehr erfahren") sagt nichts über das Ziel — schlecht für SEO. Naked URL zeigt einfach die URL als Text. Eine gesunde Mischung wirkt natürlich; zu viele exakte Keyword-Matches lösen bei Google den Verdacht auf manipulative Verlinkung aus.
Anchor-Text bei interner Verlinkung
Hier hast du volle Kontrolle — und solltest sie nutzen. Statt „Klick hier" lieber den Ziel-Inhalt benennen: „Erfahre mehr über meine WordPress-Entwicklung". Das hilft Google beim Verstehen der Seitenarchitektur, hilft Besuchern bei der Orientierung — und ist barrierefrei (Screenreader können „Klick hier"-Listen schlecht navigieren). Faustregel: Aus dem Linktext allein muss erkennbar sein, was den Nutzer beim Klick erwartet.
Anchor-Text bei Backlinks
Bei eingehenden Links (Backlinks) hast du wenig Einfluss — und das ist gut so. Ein natürliches Backlink-Profil mischt alle Anchor-Typen: viele branded, einige naked URLs, einige beschreibende Texte, wenige Exact-Matches. Wenn 80 % deiner Backlinks „Webdesign München" als Anchor haben, sieht Google das als unnatürlich und kann die Domain abwerten. In Gastartikeln, Verzeichnissen oder Pressemitteilungen daher mit Augenmaß formulieren.