DOSIGNY Lexikon · Recht

Cookie-Banner (Consent-Banner)

Ein Cookie-Banner holt beim ersten Website-Besuch die Einwilligung für nicht-essenzielle Cookies ein — Pflicht nach DSGVO und TTDSG.

Ein Cookie-Banner (oder Consent-Banner) ist die Einblendung beim ersten Besuch einer Website, die den Nutzer über Cookies informiert und seine Einwilligung einholt. Seit dem EuGH-Urteil „Planet49" (2019) und dem deutschen TTDSG (2021) ist die aktive Zustimmung Pflicht für alle nicht-technisch-notwendigen Cookies — Tracking, Analytics, Marketing, Social-Media-Plugins.

Was muss ein rechtssicheres Cookie-Banner können?

Ein abmahnsicheres Banner erfüllt mehrere Kriterien: Die Buttons „Alle akzeptieren" und „Alle ablehnen" müssen gleich prominent sein (kein dunkel versteckter Ablehnen-Link). Eine granulare Auswahl nach Kategorien (notwendig, Statistik, Marketing) muss möglich sein. Vor der Zustimmung dürfen keine Tracking-Cookies gesetzt werden. Die Einwilligung muss jederzeit widerrufbar sein — meist über einen Link im Footer. Und alles muss dokumentiert und nachweisbar gespeichert werden.

Cookie-Banner-Fallen die abgemahnt werden

Dark Patterns: „Akzeptieren" leuchtet grün, „Ablehnen" ist grauer kleiner Text. Nudging: Zustimmung ist vorausgewählt. Fehlende Ablehn-Option: Nur „Akzeptieren" oder „Einstellungen" — aber kein Ein-Klick-Nein. Cookies vor Consent: Google Analytics lädt schon, bevor der Nutzer entschieden hat. Solche Banner werden aktuell reihenweise von Verbraucherschutz und Wettbewerbern abgemahnt.

Brauche ich überhaupt ein Banner?

Ja — sobald deine Website irgendetwas über technisch notwendige Cookies hinaus einsetzt. Dazu zählen Google Analytics, Google Fonts per CDN, YouTube-Einbettungen, Facebook-Pixel, HubSpot, Hotjar oder auch harmlose Schriften über Google Fonts. Nur eine rein statische Seite ohne Tracking, ohne externe Ressourcen und ohne Formulare kann auf ein Banner verzichten.

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein kostenloses Cookie-Banner-Plugin?
Kostenlose Plugins wie Borlabs Free, Complianz oder Real Cookie Banner sind für viele KMU ausreichend — aber nur, wenn sie korrekt konfiguriert werden. Die häufigsten Abmahnungen entstehen nicht durch schlechte Plugins, sondern durch falsche Einstellungen.
Wie hoch sind Abmahnungen wegen Cookie-Banner?
Typische Abmahnungen bewegen sich zwischen 500 und 1.500 €. Bei Wiederholung oder offensichtlichem Vorsatz kann es deutlich teurer werden. Die Prävention durch ein sauberes Banner ist in jedem Fall günstiger als der Streitfall.
Kann ich das Banner selbst einbauen?
Bei WordPress ja, mit einem der genannten Plugins. Für individuelle Websites in PHP oder anderen Frameworks erstellt mein kostenloser Cookie-Banner-Generator den passenden Code — inklusive Consent-Speicherung.

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