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Rechtssichere Website: Impressum und Cookie-Banner richtig erstellen

23. Dezember 2025 Dominik Baurhenn 7 min Min. Lesezeit
Rechtssichere Website: Impressum und Cookie-Banner richtig erstellen

Abmahnungen wegen fehlerhaftem Impressum oder fehlendem Cookie-Banner sind keine Seltenheit. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Website rechtssicher machst – mit kostenlosen Tools, die dir die Arbeit abnehmen.

Impressumspflicht in Deutschland

Jede geschäftsmäßige Website in Deutschland braucht ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG (früher TMG). Das gilt auch für:

  • Blogs mit Werbung oder Affiliate-Links
  • Social-Media-Profile (Facebook, Instagram, LinkedIn)
  • Onlineshops und E-Commerce-Seiten
  • Vereins-Websites

Impressum Generator – kostenlos und rechtssicher

Mit dem kostenlosen Impressum Generator erstellst du in wenigen Minuten ein vollständiges Impressum. Wähle deine Rechtsform (Einzelunternehmer, GmbH, UG, Freiberufler, Verein), gib deine Daten ein und kopiere das fertige Impressum auf deine Website.

Cookie-Banner nach DSGVO

Seit der DSGVO und dem TTDSG braucht fast jede Website einen Cookie-Banner, der:

  • Vor dem Setzen von Cookies die Einwilligung einholt
  • Alle Cookie-Kategorien transparent auflistet
  • Eine echte Wahlmöglichkeit bietet (Ablehnen genauso einfach wie Akzeptieren)
  • Die Einwilligung dokumentiert

Cookie-Banner Generator

Der Cookie-Banner Generator erstellt dir einen DSGVO-konformen Cookie-Banner. Du kannst Farben anpassen, Texte bearbeiten und bekommst den fertigen HTML/CSS/JavaScript-Code zum Einbinden.

Häufige Fehler vermeiden

Diese Fehler sehe ich bei vielen Websites:

  • Impressum versteckt: Muss mit maximal 2 Klicks erreichbar sein
  • Telefonnummer fehlt: Ein direkter Kommunikationsweg ist Pflicht
  • Cookie-Banner ohne Ablehnen-Option: Verstößt gegen DSGVO
  • Cookies vor Einwilligung: Technisch notwendige sind erlaubt, Marketing-Cookies nicht
Ein fehlendes oder fehlerhaftes Impressum kann zu Abmahnungen von 500-1.500€ führen – investiere lieber 10 Minuten in die korrekte Erstellung.

Weitere rechtliche Pflichten

Neben Impressum und Cookie-Banner brauchst du auch eine Datenschutzerklärung. Diese sollte alle verwendeten Dienste (Analytics, Kontaktformular, Newsletter, etc.) aufführen und erklären, welche Daten du erhebst.

Du bist unsicher, ob deine Website rechtssicher ist? Kontaktiere mich für eine Überprüfung!

Die drei häufigsten Abmahngründe

Aus meiner Erfahrung (und den Berichten der IT-Recht-Kanzlei München) sind das die Top-3 Abmahngründe 2026: 1. Fehlende oder falsche Impressumsangaben — besonders die fehlende Telefonnummer oder veraltete Adresse nach einem Umzug. 2. Google Fonts extern eingebunden — seit dem LG-München-Urteil 2022 ein Datenschutzverstoß (Lösung: Fonts lokal hosten). 3. Cookie-Banner ohne echte Wahlmöglichkeit — der „Akzeptieren"-Button groß und bunt, der „Ablehnen"-Link klein und grau versteckt. Das ist nach DSGVO nicht zulässig — beide Optionen müssen gleichwertig dargestellt werden.

BFSG 2025: Barrierefreiheit als neue Pflicht

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet viele Unternehmen dazu, ihre Websites barrierefrei zu gestalten — nach den Kriterien der EN 301 549 (basierend auf WCAG 2.1). Betroffen sind: E-Commerce-Websites, Banken und Versicherungen, Telekommunikation, und bestimmte Dienstleister. Erste Abmahnwellen gab es bereits. Prüfe mit meinem Kontrast-Checker ob deine Farben die WCAG-Vorgaben erfüllen.

Checkliste: Rechtssichere Website 2026

Meine Minimal-Checkliste für jedes Webprojekt: Impressum vollständig und aktuell (§ 5 DDG), Datenschutzerklärung nach DSGVO, Cookie-Banner mit Opt-in UND Opt-out, SSL-Verschlüsselung (HTTPS), Google Fonts lokal gehostet, Auftragsverarbeitungsverträge für externe Dienste (Analytics, Newsletter etc.), und — bei E-Commerce — AGB, Widerrufsbelehrung und Lieferinformationen.

Google Fonts: Das unterschätzte Risiko

Seit dem LG-München-Urteil (Az. 3 O 17493/20) ist das Einbinden von Google Fonts über die Google-Server ohne Einwilligung ein DSGVO-Verstoß — weil dabei die IP-Adresse an Google übertragen wird. Abmahnanwälte haben tausende Abmahnungen verschickt. Die Lösung: Google Fonts lokal auf deinem Server hosten. Technisch einfach (Fonts herunterladen, per @font-face einbinden), aber viele Website-Betreiber wissen nicht mal, dass ihre Website Google Fonts extern lädt. Prüfe es: Chrome DevTools → Network → nach „fonts.googleapis.com" filtern. Wenn du einen Treffer siehst, besteht Handlungsbedarf.

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