Eine XML-Sitemap ist eine im XML-Format strukturierte Datei, die Suchmaschinen eine vollständige Liste aller wichtigen URLs einer Website liefert. Sie dient als Wegweiser für Google, Bing und andere Crawler: welche Seiten existieren, wann sie zuletzt aktualisiert wurden und wie wichtig sie im Verhältnis zueinander sind.
Was gehört in die Sitemap?
Pro URL stehen in der Sitemap: <loc> (die komplette URL), optional <lastmod> (Datum der letzten Änderung), <changefreq> (Änderungsfrequenz: daily, weekly, monthly) und <priority> (Wert zwischen 0.0 und 1.0). Wichtig: Die Sitemap enthält nur URLs, die indexiert werden sollen — keine noindex-Seiten, keine 404er, keine Duplikate, keine weitergeleiteten URLs.
Sitemap-Index und spezialisierte Sitemaps
Bei größeren Websites wird ein Sitemap-Index angelegt, der auf mehrere thematische Sitemaps verweist — etwa eine für Hauptseiten, eine für Blogbeiträge, eine für Produkte. Google setzt Limits: Maximal 50.000 URLs pro Sitemap, maximal 50 MB unkomprimiert. Dynamische PHP-Sitemaps, die Inhalte per glob() oder Datenbankabfrage automatisch einlesen, sind deutlich wartungsärmer als statisches XML.
Sitemap einreichen
Erst einreichen, dann verlinken: Die Sitemap gehört in die Google Search Console (und parallel ins Bing Webmaster Tools) und sollte zusätzlich in der robots.txt referenziert werden (Sitemap: https://deine-domain.de/sitemap.xml). Über IndexNow lassen sich neue und geänderte URLs bei Bing und Yandex direkt einreichen — bei Google bleibt das manuelle Anstoßen in der Search Console der verlässlichste Weg.