Lighthouse ist ein automatisiertes Open-Source-Tool von Google, das eine Webseite auf vier Hauptkategorien prüft: Performance (Ladezeit), Accessibility (Barrierefreiheit), Best Practices (technische Sauberkeit) und SEO (Suchmaschinenoptimierung). Jede Kategorie bekommt einen Score von 0 bis 100. Direkt eingebaut ist Lighthouse in den Chrome DevTools (rechte Maustaste → Untersuchen → Lighthouse-Tab).
Was die Lighthouse-Scores bedeuten
Bewertungen zwischen 90–100 gelten als „gut" (grün), 50–89 als „verbesserungswürdig" (orange), unter 50 als „schlecht" (rot). Wichtig: Die Performance-Scores schwanken, weil sie von Netzwerk und Geräteleistung abhängen. Aussagekräftig sind erst Mittelwerte aus mehreren Messungen — am besten über die Crux-Daten in der Google Search Console.
Was Lighthouse prüft (und was nicht)
Lighthouse misst Core Web Vitals (LCP, INP, CLS), prüft das Vorhandensein von Meta-Tags und strukturierten Daten, scannt nach Barrierefreiheits-Problemen (Kontrast, Alt-Texte, Tastaturnavigation) und identifiziert blockierende Skripte. Was Lighthouse nicht prüft: Inhaltliche Qualität, Backlink-Profil, lokale SEO-Signale, Conversion-Optimierung. Es ist ein technisches Audit, kein vollständiger SEO-Check.
So nutzt du Lighthouse richtig
Öffne Chrome, navigiere zu deiner Seite, drücke F12 (DevTools) und wähle den Lighthouse-Tab. Wähle die Kategorien, klicke „Bericht generieren" — nach 30–60 Sekunden bekommst du den Report mit konkreten Empfehlungen. Alternative ohne lokales Setup: PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev) nutzt Lighthouse im Hintergrund und ergänzt echte Nutzerdaten. Tipp: Im Inkognito-Modus messen, damit Browser-Erweiterungen das Ergebnis nicht verfälschen.