Ein Website-Baukasten (englisch: Website Builder) ist ein Cloud-Dienst, bei dem Nutzer per Drag-and-Drop Websites erstellen können — ohne Programmierkenntnisse und meist ohne eigenes Hosting. Die bekanntesten Anbieter sind Wix, Jimdo, Squarespace, Webflow und die neueren KI-Baukästen wie Framer AI oder Wix ADI.
Was Baukästen gut können
Baukästen sind ideal für: Einstieg mit null Programmierkenntnissen, schnelle MVPs („in einem Nachmittag online"), kleines Budget (7–30 €/Monat), einfache Visitenkarten-Websites. Der Einstieg ist in Stunden geschafft, Vorlagen sind oft hochwertig, Hosting und SSL inklusive. Für Einzelunternehmer mit schmalem Geldbeutel durchaus eine seriöse Option.
Die versteckten Grenzen
Eingeschränktes SEO: Baukästen erzeugen oft suboptimalen Code und langsame Ladezeiten. Plattform-Abhängigkeit: Exportieren geht fast nirgends — willst du wechseln, musst du neu bauen. Monatliche Kosten auf Dauer: 20 €/Monat klingen wenig, sind aber 2.400 € in 10 Jahren — ohne dass dir je etwas gehört. Individualität: Drei kleinere Layout-Anpassungen scheitern oft an den Baukasten-Grenzen. E-Commerce und Custom-Features: Schnell am Limit.
Baukasten vs. WordPress vs. Custom
Als grobe Orientierung: Baukasten für einfache Visitenkarten-Websites ohne Wachstumsambition. WordPress für echte Unternehmenswebsites, Blogs, Shops und Websites, die skalieren sollen. Custom-Entwicklung (PHP, Laravel, Next.js) für Webanwendungen, besondere Geschäftslogik oder Performance-kritische Projekte. Die Fehlentscheidung ist meist: mit einem Baukasten anfangen und nach einem Jahr feststellen, dass man doch umziehen muss.