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Large Language Model (LLM)

Ein LLM ist ein neuronales Netz, das auf riesigen Textmengen trainiert wurde, um menschliche Sprache zu verstehen und zu erzeugen. ChatGPT, Claude und Gemini sind die bekanntesten Beispiele.

Ein Large Language Model (LLM, deutsch: großes Sprachmodell) ist ein neuronales Netz, das auf gigantischen Mengen Text trainiert wurde — typischerweise Hunderte Milliarden bis Billionen Wörter aus Büchern, Websites, wissenschaftlichen Arbeiten und Code-Repositories. Das Ziel: menschliche Sprache verstehen, fortsetzen und produzieren. ChatGPT (GPT-4, GPT-5), Claude (Anthropic), Gemini (Google) und LLaMA (Meta) sind die bekanntesten LLMs 2026.

Wie ein LLM funktioniert (vereinfacht)

Im Kern macht ein LLM eine einzige Aufgabe: das wahrscheinlichste nächste Wort vorhersagen. Aus „Die Hauptstadt von Deutschland ist…" sagt das Modell „Berlin". Daraus, dass diese Vorhersage wieder und wieder gemacht wird, entstehen ganze Sätze, Absätze, Aufsätze. Klingt simpel — und doch entstehen daraus überraschend kohärente Texte, weil das Modell während des Trainings unzählige sprachliche Muster, Fakten und Logiken absorbiert hat.

Größe und Parameter

LLMs werden in Parametern gemessen — den Gewichten im neuronalen Netz. GPT-3 hatte 175 Milliarden Parameter, GPT-4 schätzungsweise über 1 Billion, neuere Modelle wie GPT-5 noch mehr. Aber: mehr Parameter heißen nicht automatisch besser. Architektur, Trainingsdaten und Feintuning sind ebenso wichtig. Manche kompakten Modelle (z.B. Claude Haiku, Llama 3.1) liefern für viele Aufgaben fast so gute Ergebnisse wie die größten Modelle, bei einem Bruchteil der Kosten.

Wo LLMs an Grenzen stoßen

LLMs sind beeindruckend, aber sie haben klare Limits: Sie halluzinieren (erfinden Fakten), sie haben einen Wissensstichtag (kennen aktuelle Ereignisse oft nicht), sie können nicht wirklich rechnen oder logisch schließen ohne Hilfsmittel, und sie haben keinen echten Kontext über deine konkrete Situation. Verantwortungsvoller Einsatz 2026 heißt: LLMs als Werkzeuge nutzen, nicht als Orakel.

Häufig gestellte Fragen

Welches LLM ist das beste 2026?
Es gibt nicht „das beste" — verschiedene Modelle haben verschiedene Stärken. GPT-5 ist stark bei kreativen Aufgaben, Claude bei langen Dokumenten und Reasoning, Gemini bei Google-Integrationen. Für die meisten Anwender lohnt sich das Ausprobieren mehrerer Modelle.
Können LLMs wirklich denken?
Sie simulieren Denken sehr gut — aber sie verstehen nicht im menschlichen Sinne. Sie haben kein Bewusstsein, keine Absichten, kein echtes Wissen. Trotzdem sind sie für viele Aufgaben extrem nützlich.
Was kostet die Nutzung eines LLM?
Webinterfaces wie ChatGPT haben kostenlose Pläne und kostenpflichtige Abos (20–200 €/Monat). API-Nutzung wird pro Token abgerechnet — bei moderater Nutzung wenige Euro im Monat, bei intensiver Geschäftsnutzung mehrere Hundert.

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