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Website-Kosten kalkulieren: So planst du dein Budget richtig

20. Dezember 2025 Dominik Baurhenn 7 min Min. Lesezeit
Website-Kosten kalkulieren: So planst du dein Budget richtig

„Was kostet eine Website?" — die häufigste Frage die mir als Webdesigner gestellt wird. Und die ehrlichste Antwort ist: Es kommt darauf an. Aber das ist keine hilfreiche Antwort, deshalb schlüssele ich in diesem Artikel konkret auf, welche Faktoren den Preis bestimmen, welche Preisrahmen realistisch sind und wie du dein Budget richtig planst.

Die Preisspannen: Was kostet was?

Basierend auf meiner Erfahrung aus über 50 Projekten — hier die realistischen Preisrahmen für 2026:

Einfache Website (Onepager / Visitenkarte)

1–3 Seiten, Responsive Design, Kontaktformular, SEO-Grundoptimierung. Preis: 1.500–2.500 €. Typisch für: Freelancer, Solopreneure, kleine Dienstleister die eine digitale Visitenkarte brauchen. Dauer: 1–2 Wochen.

Firmenwebsite (5–10 Seiten)

Startseite, Über uns, Leistungsseiten, Referenzen, Kontakt, Blog-Option. Preis: 2.500–4.500 €. Typisch für: Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Beratungsunternehmen, KMU. Dauer: 3–6 Wochen.

WordPress-Website mit CMS

Alles von oben plus selbständige Content-Pflege, Blog, individuelles Theme. Preis: 3.000–5.000 €. Typisch für: Unternehmen die regelmäßig Inhalte publizieren. Dauer: 4–8 Wochen.

Onlineshop (WooCommerce)

Produktverwaltung, Zahlungsanbieter, Versandoptionen, Steuerberechnung. Preis: 3.500–8.000 €. Abhängig von Produktanzahl, Varianten und Zusatzfunktionen. Dauer: 6–12 Wochen.

Individuelle Webanwendung

Dashboards, Buchungssysteme, Admin-Panels, API-Integrationen. Preis: 5.000–15.000+ €. Jedes Projekt ist individuell. Dauer: abhängig vom Umfang.

Freelancer vs. Agentur vs. Baukasten

Der gleiche Projektumfang kostet je nach Anbieter sehr unterschiedlich:

Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace): 0–30 €/Monat. Günstig, aber limitiert: kein individuelles Design, kaum SEO-Möglichkeiten, Plattformabhängigkeit. Für eine Visitenkarten-Seite OK, für ernsthafte Kundengewinnung ungeeignet.

Freelancer (wie ich): Ab 1.500 €. Du arbeitest direkt mit dem Designer und Entwickler — ein Ansprechpartner, kurze Wege, faire Preise. Keine Kosten für Büro, Projektmanager oder Account-Manager.

Agentur: Ab 5.000–8.000 €. Du bekommst ein Team, aber auch Overhead: Projektmanagement, Account-Management, Abstimmungsschleifen. Für Konzerne sinnvoll, für KMU oft überdimensioniert.

Versteckte Kosten die viele vergessen

Der Website-Preis ist nicht alles. Plane auch diese laufenden Kosten ein:

Hosting: 10–25 €/Monat für qualitatives Hosting. Shared Hosting für 3 € reicht meistens nicht.

Domain: 10–15 €/Jahr für eine .de-Domain.

SSL-Zertifikat: Meistens kostenlos (Let's Encrypt) oder im Hosting inklusive.

Wartung und Updates: Bei WordPress empfehlenswert — 50–150 €/Monat für regelmäßige Updates, Backups und Sicherheitsprüfungen.

Content: Texte, Fotos, Videos — entweder selbst erstellen oder einen Texter/Fotografen beauftragen. Kosten: variabel, aber unterschätze den Aufwand nicht.

So planst du dein Budget richtig

Mein Rat aus hunderten Beratungsgesprächen: Definiere zuerst dein Ziel (was soll die Website leisten?), dann den Umfang (wie viele Seiten, welche Funktionen?), und erst dann das Budget. Nicht andersherum. Eine Website für 800 € planen und dann feststellen, dass du einen Shop mit 200 Produkten brauchst, funktioniert nicht.

Nutze meinen kostenlosen Website-Kostenrechner für eine erste Einschätzung — oder berechne den ROI deiner Website-Investition. Die Frage ist nicht „Kann ich mir eine Website leisten?", sondern „Kann ich es mir leisten, keine zu haben?".

Bereit für ein konkretes Angebot? Kontaktiere mich für ein kostenloses Erstgespräch. Ich sage dir ehrlich, was dein Projekt kostet — keine Überraschungen.

Die häufigsten Budget-Fehler

Aus meiner Beratungspraxis: Der häufigste Fehler ist, das Budget nur für die Erstellung einzuplanen — aber nicht für die laufenden Kosten danach. Hosting, Domain, SSL, Wartung, Content-Pflege — das sind 150–300 €/Jahr Minimum. Zweiter Fehler: Am Design sparen und dafür in teure SEO-Kampagnen investieren. Wenn die Website nicht überzeugt, nützt auch der beste Traffic nichts. Dritter Fehler: Keinen Puffer einplanen. In der Praxis kommen fast immer Zusatzwünsche während des Projekts — plane 15–20 % Puffer ein.

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