Ich schaue mir regelmäßig Websites von Arztpraxen an und bin ehrlich gesagt immer wieder überrascht, wie viele Praxen noch mit Websites aus den 2010er-Jahren arbeiten. Tabellen-Layouts, Faxnummern im Header, kein Cookie-Banner, nicht mobilfreundlich. Und das obwohl über 60 % der Patienten heute mobil nach einem Arzt suchen.
Was Patienten erwarten, wenn sie deine Praxis-Website besuchen
1. Online-Terminbuchung
Das ist 2026 kein Nice-to-have mehr, sondern eine Erwartung. Patienten wollen nicht in der Warteschleife hängen, sie wollen um 22 Uhr auf dem Sofa einen Termin buchen können. Dabei muss es nicht unbedingt Doctolib oder Jameda sein. Ein individuelles Buchungssystem das direkt in deine Praxis-Website eingebunden ist, wirkt professioneller und macht dich unabhängig von Drittanbietern.
2. Mobilfreundliches Design
Wenn deine Website auf dem Smartphone nicht funktioniert, verlierst du Patienten, bevor sie überhaupt deine Telefonnummer gesehen haben. Google bevorzugt mobile-first Websites, und Patienten die auf dem Handy eine unleserliche Seite sehen, gehen einfach zur nächsten Praxis in den Suchergebnissen.
3. Leistungsübersicht mit klarer Struktur
Patienten wollen wissen was du anbietest, bevor sie anrufen. Nicht eine Textwüste auf einer Seite, sondern übersichtliche Unterseiten pro Fachgebiet. Wenn du zum Beispiel Dermatologie, Allergologie und ästhetische Behandlungen anbietest, verdient jeder Bereich eine eigene Seite mit konkreten Informationen.
4. Vertrauen durch Bilder und Team-Vorstellung
Patienten wollen wissen, wer sie behandelt. Echte Fotos deiner Praxisräume und deines Teams schaffen mehr Vertrauen als jedes Stock-Foto. Eine kurze persönliche Vorstellung jedes Arztes und der Fachkräfte macht die Praxis greifbar.
5. DSGVO und Barrierefreiheit
Ein Cookie-Banner mit nur einem Verstanden-Button reicht nicht mehr. Seit der DSGVO braucht es eine echte Auswahl (Akzeptieren, Ablehnen, Einstellungen). Und seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das auch für Praxis-Websites relevant ist. Viele Praxen wissen das noch nicht.
Die häufigsten Fehler die ich auf Praxis-Websites sehe
Jimdo-Subdomain statt eigener Domain: Eine URL wie praxisname.jimdo.com wirkt für eine Arztpraxis unprofessionell. Eine eigene Domain (praxis-name.de) kostet 10 € im Jahr und macht einen enormen Unterschied.
Veraltete Inhalte: COVID-Hinweise von 2021, Weihnachtsurlaub vom letzten Jahr, Stellenanzeigen die längst besetzt sind. Nichts signalisiert Vernachlässigung so deutlich wie veralteter Content.
T-Online oder GMX als Praxis-Mail: Eine E-Mail-Adresse wie praxis-mueller@t-online.de wirkt nicht professionell. Mit einer eigenen Domain bekommst du automatisch auch eine passende Mailadresse wie info@praxis-mueller.de.
Keine Sprechzeiten auf der Startseite: Die Sprechzeiten sind die meistgesuchte Information. Sie gehören prominent auf die Startseite, nicht auf eine Unterseite die drei Klicks entfernt ist.
Was kostet eine moderne Praxis-Website?
Eine professionelle Praxis-Website mit individuellem Design, Leistungsseiten, Team-Vorstellung, Online-Terminbuchung und DSGVO-konformer Umsetzung erstelle ich ab 2.500 €. Das beinhaltet die komplette Entwicklung, Einrichtung und Einweisung.
Wenn du deine Praxis-Website modernisieren möchtest, meld dich gerne. Die Erstberatung ist kostenlos.