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Die nervigsten WordPress-Bugs und wie du sie behebst

20. November 2025 Dominik Baurhenn 8 min Min. Lesezeit
Die nervigsten WordPress-Bugs und wie du sie behebst

WordPress ist stabil — meistens. Aber wenn es Probleme gibt, können sie deine gesamte Website lahmlegen. In meiner Arbeit als WordPress-Entwickler sehe ich jede Woche die gleichen Bugs bei Kunden. In diesem Artikel zeige ich dir die 7 häufigsten WordPress-Probleme, wie du sie schnell diagnostizierst und behebst — auch wenn du kein Programmierer bist.

1. White Screen of Death (WSOD)

Die Website zeigt nur eine weiße Seite — kein Text, kein Fehler, nichts. Das ist fast immer ein PHP Fatal Error, verursacht durch ein Plugin-Update oder Theme-Update.

Schnellfix: Verbinde dich per FTP mit deinem Server. Gehe zu /wp-content/plugins/ und benenne den Ordner des zuletzt aktualisierten Plugins um (z.B. „plugin-name" → „plugin-name_deaktiviert"). Wenn die Seite wieder läuft, hast du den Übeltäter gefunden.

Langfristig: Aktiviere WP_DEBUG in der wp-config.php. Dann zeigt WordPress dir den genauen Fehler statt einer weißen Seite.

2. Datenbankverbindungsfehler

„Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung" — einer der beängstigendsten WordPress-Fehler, weil er die gesamte Website betrifft.

Ursachen: Falsche Datenbank-Zugangsdaten in wp-config.php, der MySQL-Server ist ausgefallen (beim Hoster nachfragen), oder die Datenbank ist voll (bei Shared Hosting mit Limit). Prüfe zuerst die Zugangsdaten, dann kontaktiere den Hoster.

3. 500 Internal Server Error

Ein Allzweck-Fehler, der alles bedeuten kann. Die häufigsten Ursachen in WordPress:

Korrupte .htaccess: Benenne die .htaccess um und erstelle eine neue über WordPress → Einstellungen → Permalinks → Speichern. In 40 % der Fälle ist das Problem damit gelöst.

PHP-Speicherlimit: Füge in die wp-config.php ein: define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M');

Plugin-Konflikt: Alle Plugins deaktivieren, prüfen ob der Fehler weg ist, dann einzeln reaktivieren.

4. Loginseite-Redirect-Loop

Du loggst dich ein, wirst aber immer wieder auf die Loginseite zurückgeworfen. Endlosschleife.

Fix: Browser-Cookies für die Domain löschen. Wenn das nicht hilft: In wp-config.php die Site-URL fest definieren:

define('WP_HOME', 'https://deine-domain.de');
define('WP_SITEURL', 'https://deine-domain.de');

Das überschreibt die Datenbank-Einstellungen und löst die meisten Redirect-Probleme.

5. Medien-Upload funktioniert nicht

Bilder können nicht hochgeladen werden — Fehlermeldung „HTTP-Fehler" oder die Medienübersicht bleibt leer.

Häufigste Ursache: Upload-Limit des Servers ist zu niedrig. Erstelle oder bearbeite eine .htaccess oder php.ini mit: upload_max_filesize = 64M und post_max_size = 64M. Alternativ: Beim Hoster das PHP-Upload-Limit erhöhen.

Zweite Ursache: Falsche Berechtigungen im /wp-content/uploads/-Ordner. Der Ordner braucht Schreibrechte (CHMOD 755 für Ordner, 644 für Dateien).

6. Permalinks funktionieren nicht (404-Fehler)

Alle Seiten außer der Startseite zeigen 404 — die Permalinks sind kaputt.

Fix: Gehe zu WordPress → Einstellungen → Permalinks und klicke einfach auf „Änderungen speichern" (ohne etwas zu ändern). Das regeneriert die .htaccess-Regeln. Wenn das nicht hilft, prüfe ob mod_rewrite auf dem Server aktiviert ist.

7. Langsames Backend / Timeout

Das WordPress-Admin ist extrem langsam oder bricht mit Timeouts ab. Häufigste Ursachen: Ein Plugin lädt im Backend schwere Prozesse (z.B. Broken Link Checker, große SEO-Plugins bei vielen Posts). Oder: Die Datenbank ist aufgebläht durch Post-Revisionen und Transienten.

Fix: WP-Optimize Plugin installieren, Datenbank aufräumen (Revisionen löschen, Transients bereinigen). Und das Plugin identifizieren, das die Last verursacht — der Query Monitor Plugin zeigt dir genau, welches Plugin wie viele Datenbankabfragen macht.

Vorbeugen ist besser als reparieren

Meine Empfehlung für einen stabilen WordPress-Betrieb: Regelmäßige Backups (täglich automatisch), Updates zeitnah einspielen (aber nicht sofort am Release-Tag — 2–3 Tage warten), maximal 15 aktive Plugins, und ein Staging-System für große Updates. Ein minimalistisches Plugin-Setup ist der beste Schutz gegen die meisten Probleme.

WordPress-Probleme die du nicht selbst lösen kannst? Schreib mir — ich diagnostiziere und behebe WordPress-Bugs routinemäßig, meistens innerhalb von 24 Stunden.

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