Zurück zum Blog Onlineshop

Onlineshop erstellen lassen: WooCommerce vs. Shopify vs. Custom

9. März 2026 Dominik Baurhenn 8 min Min. Lesezeit
Onlineshop erstellen lassen: WooCommerce vs. Shopify vs. Custom

Du willst einen Onlineshop? Dann stehst du vor der Grundsatzentscheidung: WooCommerce, Shopify oder eine Custom-Lösung? Alle drei haben ihre Berechtigung — aber für unterschiedliche Situationen. In diesem Vergleich zeige ich dir aus meiner Erfahrung als E-Commerce-Entwickler die Vor- und Nachteile jeder Plattform, damit du die richtige Entscheidung triffst.

WooCommerce: Flexibel und kosteneffizient

WooCommerce ist ein WordPress-Plugin und die weltweit meistgenutzte E-Commerce-Lösung mit über 28 % Marktanteil. Stärken: Keine monatlichen Plattformgebühren, keine Transaktionsgebühren, volle Kontrolle über Design und Funktionen, unbegrenzte Anpassbarkeit durch Plugins und Custom-Code, deine Daten gehören dir.

Schwächen: Erfordert eigenes Hosting und technisches Know-how (oder einen Entwickler), Sicherheit und Updates liegen in deiner Verantwortung, Performance-Optimierung bei vielen Produkten nötig.

Ideal für: Shops mit 10–1.000 Produkten, Unternehmen die volle Kontrolle wollen, Shops die neben dem E-Commerce auch Content-Marketing betreiben (Blog), und Unternehmen die langfristig kosten sparen wollen. Kosten: Setup ab ca. 3.500 €, laufend nur Hosting (10–25 €/Monat).

Shopify: Einfach aber teuer

Shopify ist eine gehostete Plattform — du brauchst kein eigenes Hosting, Shopify kümmert sich um Technik und Sicherheit. Stärken: Extrem einfache Bedienung, App-Store mit tausenden Erweiterungen, guter Support, schnelle Einrichtung.

Schwächen: Monatliche Gebühren ab 36 €, Transaktionsgebühren bis 2 % (bei Shopify Payments 0 %), limitierte Anpassbarkeit (Liquid Template Engine), Plattformabhängigkeit — wenn Shopify die Preise erhöht oder Funktionen streicht, bist du ausgeliefert. Und: Deine Daten liegen auf Shopify-Servern in Kanada.

Ideal für: Schnelle Shop-Starts ohne technisches Wissen, Dropshipping, Shops die primär über Social Media verkaufen. Kosten: Ab 36 €/Monat + Apps (schnell 100+ €/Monat) + ggf. Transaktionsgebühren.

Custom-Lösung: Maximale Kontrolle

Eine komplett individuelle Shop-Lösung, programmiert in PHP/JavaScript ohne CMS-Basis. Stärken: Maximale Performance, keine Abhängigkeit von Drittanbietern, exakt auf deine Geschäftslogik zugeschnitten.

Schwächen: Höchste Initialkosten, lange Entwicklungszeit, Produktverwaltung muss custom gebaut werden, Zahlungsanbieter-Integration aufwändiger.

Ideal für: Shops mit sehr spezieller Geschäftslogik (Konfiguratoren, B2B-Pricing, komplexe Varianten), höchste Performance-Anforderungen, Unternehmen mit eigenem Entwickler-Team. Kosten: Ab 10.000 € aufwärts.

Kostenvergleich über 3 Jahre

Die ehrliche Rechnung — nicht nur die Setup-Kosten, sondern die Gesamtkosten über 36 Monate:

WooCommerce: Setup 4.000 € + Hosting 36×15 € + Wartung 36×75 € = ca. 7.240 €

Shopify: Setup 1.000 € (Theme + Einrichtung) + Plan 36×36 € + Apps 36×80 € + Transaktionsgebühren = ca. 6.176 € + Transaktionsgebühren

Custom: Setup 12.000 € + Hosting 36×15 € = ca. 12.540 €

WooCommerce und Shopify liegen über 3 Jahre ähnlich — aber bei WooCommerce hast du volle Kontrolle und keine Transaktionsgebühren. Bei wachsendem Umsatz wird der WooCommerce-Vorteil immer größer.

Meine ehrliche Empfehlung

Für die meisten meiner Kunden empfehle ich WooCommerce. Nicht weil ich WordPress-Entwickler bin, sondern weil es für KMU die beste Balance aus Flexibilität, Kosten und Zukunftssicherheit bietet. Shopify empfehle ich für Gründer die schnell starten wollen und kein Budget für Custom-Entwicklung haben. Custom empfehle ich nur bei wirklich speziellen Anforderungen.

Du bist unsicher welche Plattform die richtige ist? Kontaktiere mich für eine ehrliche Beratung — ich empfehle auch Shopify, wenn es für dein Projekt besser passt.

Migration: Von Shopify zu WooCommerce wechseln

Viele Shop-Betreiber starten mit Shopify und wechseln später zu WooCommerce — weil die monatlichen Kosten steigen und die Anpassungsmöglichkeiten nicht reichen. Eine Migration ist technisch machbar: Produkte, Kunden und Bestellhistorie können übertragen werden. Wichtig bei der Migration: 301-Redirects für alle Produkt-URLs einrichten (Shopify und WooCommerce haben unterschiedliche URL-Strukturen), SEO-Daten (Title Tags, Meta Descriptions) übernehmen, und den Zeitpunkt klug wählen — nicht während des Weihnachtsgeschäfts. Ich begleite solche Migrationen regelmäßig und sorge dafür, dass kein Traffic und keine Rankings verloren gehen.

Passende Leistungen & Tools

Teilen: